

Reliquienschrein der Klosterkirche Loccum
(um 1250/Fassung um 1853)


Mittelrisalit nach dem Aufkreiden.
Mittelrisalit nach der Ergänzung der Fehlstellen durch Vergoldung und Retusche.

Baustellenleitung / Anleitung von Praktikanten
Die Restaurierung des einzigartigen Altares ist behutsam und mit äußerster Vorsicht durchgeführt worden, so dass der vorhandene Bestand vollständig gesichert wurde und die fehlenden Gold- und Farbbereiche fachgerecht ergänzt werden konnten. Ziel war es, die vor allem durch die Restaurierung des 19. Jhs. geprägte goldene Erscheinung des Schreines wiederherzustellen. Der Sockel musste dabei holzsichtig bleiben, da sich die Farbgebung aufgrund der verlorenen Fassung nicht mehr rekonstruieren ließ. Durchführung in Zusammenarbeit mit Firma P. Furmanek.
Frontansicht des Reliquienschreins.


Detail der Arkaden im Vorzustand.
Detail der Arkaden im Endzustand.
Als ein besonderer Glücksfall erwies sich die Wiederentdeckung einer vollständigen Auferstehungsszene des 17. Jhs. auf der Rückseite des mittleren Tafelbildes. Bisher vermutete man nur den Rest eines ehemaligen Altarflügels als rückseitige Bemalung, jedoch stellte sich heraus, dass jenes im 19. Jh. seitenverkehrt zusammengefügte Gemälde seinerzeit für den Reliquienschrein angefertigt worden war. Leider ist ein Teil des Bildes durch zwei Vertiefungen zur Aufnahme von Einschubleisten verloren.
